IG BAU


24.02.2017

Die Zukunft liegt in unseren Händen!

Im Handwerk erleben wir gerade einen erstaunlichen Widerspruch“, stellte Dietmar Schäfers fest. „Die Bauwirtschaft boomt wie lange nicht, trotzdem zahlen teilweise selbst verbandsgebundene Betriebe nur den tariflich vereinbarten Mindestlohn.“
Der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende rief die Teilnehmer der IG BAU-Bundeshandwerkskonferenz und des Bundesarbeitskreises Berufliche Qualifizierung am vergangenen Freitag dazu auf, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Gleichzeitig warb er dafür, die Zeit bis zur Bundestagswahl politisch zu nutzen. „Wir haben berechtigte Forderungen an die Parteien. So hat sich gezeigt, dass die im Zuge der Agenda 2010 fallengelassene Meisterpflicht ein großer Fehler war“, sagte Schäfers. „Besonders hart ist der Wegfall für Fliesenleger. Zudem ist es auch eine Frage des Verbraucherschutzes. Die Qualität leidet. Deshalb muss der Meister für Handwerksberufe wieder neu geregelt werden.“ Auch die Überarbeitung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) steht für die Gewerkschaften auf der Tagesordnung. „Eine Imagekampagne allein reicht nicht, die Probleme des Handwerks zu beheben“, sagte DGB-Bildungsexperte Thomas Giessler. „Wir müssen Druck aufbauen, damit sich etwas ändert.“ Giessler referiert als Gast der IG BAU-Konferenz über die Punkte Neuordnung der Ausbildung sowie Integration und Digitalisierung des Arbeitsmarkts. Sein Fazit: Die duale Ausbildung ist ein Zukunftsmodell. Im Anschluss wählten sowohl die Bundeshandwerkskonferenz als auch der Bundesarbeitskreis Berufliche Qualifizierung ihre Vorstände.
07.02.2017

Polit-Brunch: IG BAU-Frauen Saar-Trier starten ins neue Jahr

Mit einer erfolgreichen Diskussionsveranstaltung zum Thema "So wollen wir leben" begann der neugewählte Frauenarbeitskreis der IG BAU im Bezirksverband Saar-Trier das Jahr 2017. Nach einer engagierten Diskussion gab es seitens der Politik viel Lob für das Positionspapier der Bundesfrauenkonferenz - und den Wunsch Vieler, darüber weiter im Gespräch zu bleiben. Im Vorfeld hatten die Kolleginnen über die Bundesfrauenkonferenz und das einstimmig verabschiedete Positionspapier „So wollen wir leben“ diskutiert. Sie fanden es so zutreffend, durchdacht und zukunftsweisend, dass sie sich schnell einig waren: die darin vertretenen Positionen und Vorstellungen müssen weitergetragen und vielen Kolleginnen bekannt gemacht werden, auch Kolleginnen anderer Gewerkschaften und der Öffentlichkeit. So entstand die Idee des „Polit-Brunches“ mit saarländischen Politikerinnen und Kandidatinnen der Parteien für die im März stattfindenden Landtagswahlen. Um es vorweg zu sagen, es wurde eine sehr lebhafte Diskussion, durch die unser Bezirksvorsitzender, Kollege Heiner Weber, führte. Doch leider lief die Zeit davon, viele Fragen blieben unausgesprochen oder nur kurz gestreift und es wurde der Wunsch geäußert, das Gespräch fortzusetzen. In einer ersten Vorstellungsrunde nahmen die Podiumsteilnehmerinnen zu unserem Positionspapier Stellung und erläuterten zu ihrer Person, was sie in der Vergangenheit frauenpolitisch getan bzw. erreicht haben (z. B. das Landes-Gleichstellunggesetz im öffentlichen Dienst an der Saar), das zwar positive Auswirkungen bei der Gleichstellung der Frauen hat, aber leider – wie unsere Kolleginnen feststellten – keine Anwendung in der privaten Wirtschaft findet und somit auch nicht im Gebäudereiniger-Handwerk. Die Diskussion konzentrierte sich sehr bald auf das Problem der prekär Beschäftigten, die befristeten Arbeitsverhältnisse, die Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, die unter Umgehung des Mindestlohnes beschäftigt werden, die niedrigen Renten (eine Kollegin berichtete von einer Rente von 560 € nach einem arbeitsreichen Leben!). Die Kolleginnen verschonten die Politikerinnen aber auch nicht und bemerkten richtig, dass schließlich einige der Parteien die sie vertreten in der Vergangenheit die Voraussetzungen für Arbeitsplätze, die geradewegs in die Altersarmut führen, erst geschaffen haben. Immerhin machen Frauen 69 Prozent der atypischen Beschäftigung aus. Ein weiterer Diskussionsschwerpunkt war die Bildung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die immer noch durch fehlende Betreuungseinrichtungen und Mängel im Schulwesen erschwert wird. Es fehlt an Kita-Plätzen, an Ganztagsschulen, die Gebühren für die Kinderbetreuungseinrichtungen seien viel zu hoch und gerade für Alleinerziehende oder Familien aus niedrigeren Einkommensverhältnissen ein Hinderungsgrund, dass Frauen eine Ganztagsbeschäftigung annehmen können. Hier wurde die Beitragsfreiheit für Kindereinrichtungen gefordert. Natürlich kam von einigen Politikerinnen das Argument „Das muss auch alles bezahlt werden können“. Ja - wir haben aber auch Auswege in unserem Positionspapier gezeigt. Hier wurde - insbesondere von der Vertreterin der Linken - das Problem der auseinanderklaffenden Schere zwischen Arm und Reich angesprochen. Es wurde eine Reichen- und Vermögenssteuer und eine neue, völlig andere Steuergesetzgebung gefordert. Das fand Zustimmung. Mitbestimmung, Notwendigkeit der Stärkung der Gewerkschaften, Meinungsverschiedenheiten seitens der CDU zum bedingungslosen Grundeinkommen, Digitalisierung, Chancen und Gefahren und vieles andere mehr wurden angesprochen. Leider mussten wir die Diskussion mit einer Abschlussrunde der Politikerinnen beenden. Wir waren besonders stolz, dass sie uns alle in ihren Schlussbemerkungen - trotz diverser Meinungsverschiedenheiten - ein großes Lob für dieses Positionspapier ausgesprochen haben. Die Veranstaltung wurde beendet mit einem Aufruf, uns bei der nächsten Landtagswahl weiterhin gegen NPD und ihre Rechtsverwandten wie die AfD zu stellen. Rechte Ideologie darf nicht gesellschaftsfähig werden, wir stehen für Demokratie, Solidarität und Weltoffenheit und rufen auf „Bezieh Position. Zeig Zivilcourage! Lasst uns gemeinsam aufstehen gegen Gewalt und Rassismus." Die Gespräche wurden anschließend bei dem liebevoll von unseren Kolleginnen vorbereiteten Brunch in angeregter Atmosphäre weitergeführt. Alles in allem eine gute Veranstaltung, die uns ermutigt, so weiterzuarbeiten.Ein Beitrag unserer Kollegin Alice Hornung.
27.06.2015

Rheinland Pfalz Tag

Rheinland-Pfalz-Saar
Beim Festumzug am 28. Juni anlässlich
des diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tages in
Ramstein sind 100 Zugnummern mit 3000
aktiven Teilnehmern angemeldet. Auch
die Frauen der IG BAU ( Männer sind uns
natürlich herzlich willkommen ) nehmen
am Festzug teil. Wir präsentieren die Branchen
unserer Gewerkschaft mit den passenden
Outfits und freuen uns über einen
Anruf von euch, denn es wäre großartig,
wenn auch ihr gerne mitmachen wollt.
Eurer Fantasie bezüglich der Kleidung sind
keine Grenzen gesetzt. Habt ihr Fragen dazu?
Ruft uns an, Telefon: 0631 3669720.
16.06.2015

Tarif GebäudeReiniger

Ohne Ergebnis endete die heutige (für die Red. 16. Juni 2015) erste Runde der Tarifverhandlung für die rund 600 000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks trennten sich am Abend nach mehrstündigen Verhandlungen in Leipzig. Unterbrochen wurden die Gespräche von einer lautstarken Demonstration, mit der mehrere hundert Gebäudereiniger vor dem Verhandlungssaal ihren Forderungen nach höherem Lohn, Ost-West-Angleichung und einem Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung Nachdruck verliehen haben.

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